Ein Rezept der Berliner Küche mit Kartoffeln vom Vortag: Hoppel-Poppel – eine Art Bratkartoffeln mit Zwiebel, Gewürzgurke, Speck und Sahne.

Hoppel-Poppel

Ulkiger Name, Reste vom Vortag, ein wenig Liebe – und schon ist ein Berliner Kultgericht geboren: Hoppel-Poppel. Übrig gebliebene Kartoffeln, Gewürzgurken, Speck und Ei werden zu einem deftigen Resteessen der Extraklasse vermischt. Unser Hoppel-Poppel-Rezept verrät Ihnen genau, wie das geht!

25min

Dauer

10min

Aktive Arbeitszeit

einfach

643

kcal/Portion

glutenfrei

Zutaten für 4 Portionen

Zutaten:

  • 800 g vorgegarte Kartoffel, vom Vortag
  • 1 Stück Zwiebel, groß
  • 4 Stück Cornichon (kleine Gewürzgurke)
  • 150 g Speck
  • 8 Stück Ei
  • 100 ml Sahne
  • 100 g Bergkäse
  • 1 Prise Muskatnuss, frisch gerieben
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • ½ Bund Schnittlauch
  • ½ Bund Petersilie
  • 2 EL Butterschmalz

Zubereitung:

  1. Kartoffeln in Würfel oder Scheiben schneiden. Zwiebel pellen und würfeln. Gewürzgurke der Länge nach zu einem Fächer schneiden. Speck würfeln.

  2. Eier in eine Schüssel schlagen und mit der Sahne verquirlen. Bergkäse fein reiben und unter die Eimasse rühren. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen. Schnittlauch und Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Ebenfalls unter die Eimasse heben.

  3. Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Kartoffeln, Zwiebeln und Speck hineingeben und unter gelegentlichem Wenden ca. 10 Minuten anrösten. Eimasse nochmals verrühren und gleichmäßig über den Kartoffeln verteilen. Stocken lassen.

Nährwerte:

2.692,24 kJ

Energie

643 kcal

Kalorien

37 g

Kohlenhydrate

41 g

Fett

32 g

Eiweiß

2 g

Ballaststoffe

Hoppel-Poppel-Rezept: Berliner Kult-Resteessen

Ein deftiges und ganz einfaches Gericht der klassischen Hausmannskost, das es auf die eine oder andere Art fast überall im deutschsprachigen Raum gibt: das Bauernfrühstück. Dabei werden Kartoffeln vom Vortag, Bratenreste, Ei, Sahne, deftiger Speck, Zwiebeln und würziger Käse miteinander vermischt und kross angebraten. Ob das Ganze dann Bauernfrühstück, Gröschtl oder eben wie in Berlin Hoppel-Poppel genannt wird, ist von Region zu Region unterschiedlich.

In Berlin bekam das Gericht den ulkigen Namen vermutlich durch das Zusammenziehen der Wörter popelig und hopsgehen. Es wird also ein Gericht bezeichnet, das aus "popeligen" Braten- und Kartoffelresten etwas Schmackhaftes zaubert, bevor die Zutaten "hopsgehen", also verderben. Die berühmte Berliner Schnauze macht also auch nicht vor Bezeichnungen für ein leckeres Essen halt.

Der Name des Gerichts ist aber bei Weitem nicht so wichtig wie der Geschmack und der Genuss. Unser Hoppel-Poppel-Rezept zeigt wieder einmal sehr deutlich, dass in der Küche nichts weggeworfen werden muss und man aus allem mit ein wenig Kreativität und Know-how etwas Leckeres zubereiten kann. Nachhaltigkeit und respektvoller Umgang mit Lebensmitteln kann so einfach sein!

Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages

Ein Spruch aus Großmutters Zeiten beschreibt den optimalen Speiseplan für eine ausgewogene Ernährung wie folgt: Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler.

Ob dieser alte Spruch nun eins zu eins in einen modernen Tagesrhythmus passt, sei dahingestellt. Bereiten Sie unser Hoppel-Poppel-Rezept als Bauernfrühstück tatsächlich als erste Mahlzeit des Tages zu, steht Ihnen auf jeden Fall eine ordentliche Ladung Energie zur Verfügung. Wenn Sie die Zeit für ein ausgiebiges und üppiges Frühstück haben, können Sie sich neben einem Bauernfrühstück auch einmal ein Englisches Frühstück gönnen.

Natürlich ist unser Hoppel-Poppel-Rezept nicht nur für eine Morgenmahlzeit geeignet! Immer, wenn Sie richtig Hunger haben oder Lust auf etwas Deftiges verspüren, ist das Gericht genau richtig. Als Variationsmöglichkeit für ein herzhaftes vegetarisches Essen aus Kartoffeln und Ei ist auch unser Rezept für Kartoffel-Paprika-Tortilla eine gute Idee.

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